Die Qualifizierung folgt festen Stufen. Jede Stufe hat ein Protokoll mit Akzeptanzkriterien, und vor dem nächsten Schritt erfolgt eine formale Freigabe.
Designqualifizierung (DQ)
Dokumentierter Nachweis, dass alle im Lastenheft enthaltenen qualitätsrelevanten Anforderungen beim Design der Anlage, einschliesslich Gebäude, Räumlichkeiten und Hilfseinrichtungen, angemessen berĂ¼cksichtigt wurden.
Installationsqualifizierung (IQ)
Dokumentierter Nachweis, dass AusrĂ¼stungsgegenstände und Systeme entsprechend den gestellten Anforderungen und gesetzlichen Sicherheitsvorschriften geliefert und installiert wurden. Dazu gehören die Kalibrierung der Instrumente, die Verifizierung der Konstruktionsmaterialien sowie die ĂœberprĂ¼fung der technischen und betrieblichen Dokumentation.
Funktionsqualifizierung (OQ)
Dokumentierter Nachweis, dass AusrĂ¼stungsgegenstände und Systeme im gesamten Arbeitsbereich unter Einhaltung vorgegebener Grenzen wie beabsichtigt funktionieren. IQ und OQ können kombiniert werden.
Leistungsqualifizierung (PQ)
Dokumentierter Nachweis, dass AusrĂ¼stungsgegenstände und Systeme unter aktuellen Arbeitsbedingungen, mit Produkt, die geforderten Leistungen erbringen. Die PQ kann unter Umständen direkt als Prozessvalidierung angesehen werden. Sie zeigt mit Produktionsmaterial, Ersatzmaterialien oder simulierten Produkten, dass die Anlage unter normalen Betriebsbedingungen bei Worst-Case-Chargengrössen effektiv und reproduzierbar arbeitet.
Die Qualifizierung von AusrĂ¼stungen oder Räumlichkeiten hat sehr viel mit Know-how zu tun, sowohl beim herstellenden Unternehmen als auch beim Lieferanten der AusrĂ¼stung. Funktionieren Kompetenz, Kommunikation sowie Projekt- und Terminmanagement nicht zusammen, hat das meist die grössten Auswirkungen, weniger die Technik oder das methodische Vorgehen selbst, ausser bei einer echten Neukonzeption der Technologie.